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Was ist eigentlich ein Sugarbabe?

Jeder Mensch hat Bedürfnisse. Aber nicht immer reichen die persönlichen Möglichkeiten, diese auch zu erfüllen. Auf diesem Gedanken baut das Sugardating auf. Aber was genau ist die Rolle des Sugarbabes in dieser Beziehung?

Zuwendung gegen Zuneigung

Sugardating beschreibt die Beziehung zwischen einem Gönner, dem Sugardaddy, und einer Begünstigten, dem Sugarbabe. Das „Geschäftsmodell“ sieht vor, dass jede Seite im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas in diese Beziehung einbringt, so dass letztlich beide Teilnehmenden davon profitieren. Der Sugardaddy erbringt teilweise finanzielle, häufig aber vor allem materielle und teilweise sogar immaterielle Leistungen. Das kann eine berufliche Förderung ebenso sein, wie die Einführung in bestimmte gesellschaftliche Kreise. Er tritt somit als Förderer und Gönner auf. Das Sugarbabe dagegen bringt vor allem sich selbst als Gegenleistung für die gewährten Vergünstigungen ein. Die Beziehung lässt sich daher am ehesten als eine Mischung aus Paarbeziehung und Vater-Tochter-Beziehung beschreiben, wobei der geschäftliche Aspekt immer klar greifbar bleibt. In welcher Form Leistung und Gegenleistung aufgewogen oder bemessen werden, bleibt dabei Sugarbabe und -daddy vorbehalten.

Die Rolle des Sugarbabes

Welche persönlichen Leistungen das Sugarbabe in die Waagschale wirft, kann sehr stark variieren. In aller Regel spielen sexuelle Leistungen der einen oder anderen Form eine gewisse Rolle. Über die rein sexuelle Gefälligkeit hinaus kann das Sugarbabe aber auch als Begleitung fungieren, etwas zu gesellschaftlichen Anlässen oder im privaten Rahmen. Das Kapital des Mädchens ist dabei vorwiegend ihr junges Alter, ihre Attraktivität und mitunter auch ihre sexuelle Aufgeschlossenheit. Sie erwirbt sich monetäre und materielle Leistungen oder erfährt die gewünschte Unterstützung, indem sie dem Sugardaddy das Gefühl der überlegenen Vaterfigur gibt. Häufig geht damit ein klares Machtgefüge einher, in dem der Sugardaddy dominiert, die Richtung angibt und auf Grund der eigenen Möglichkeiten überlegen scheint.

Sugardating versus Prostitution – Wo liegt der Unterschied?

Begleitung und Sex für Gegenleistungen. Damit lässt sich Sugardating klar im Bereich der Prostitution situieren. Allerdings unterscheidet sich ein Sugarbabe klar von einer Prostituierten. Wo im Rahmen „normaler“ Prostitution eine direkte monetäre Bezahlung für klar vereinbarte sexuelle Handlungen erfolgt, erfolgt der Leistungsausgleich für das Sugarbabe weit weniger direkt und unmittelbar. Hinzu kommt die Fokussierung auf einen einzelnen Partner, so dass trotz geschäftlicher Verbindungen wohl meist eine engere persönliche Beziehung zu Grunde liegt als bei anderen Formen der käuflichen Liebe. Am ehesten lässt sich ein Sugarbabe deshalb wohl mit einem Escort-Girl beschreiben, dass einen einzelnen exklusiven Kunden für ein Langzeitdate begleitet. Hinzu kommt eine meist weiter gefasste Spanne der Leistungen und Gegenleistungen, also der Gefälligkeiten des Sugarbabe und der Begünstigungen des Sugardaddy.

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